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Literaturnobelpreis 2009 an Herta Müller
am 8. Oktober 2009 erhielt die Rumäniendeutsche Herta Müller den Literaturnobelpreis, die höchste und berühmteste literarische Auszeichnung, die es gibt.
Die Jury würdigte eine europäische Autorin, deren Leben und Werk durch die Zeit der Diktatur in Rumänien wie auch die Ära des Kalten Krieges geprägt ist. 20 Jahre nach der Wende ist damit der historisch-politische Hintergrund dieser Entscheidung unübersehbar.
Herta Müller wurde 1953 im deutschsprachigen Banat in Rumänien geboren. Ihre erste Stelle trat sie 1976 als Übersetzerin in einer Fabrik für Maschinenbau an. Danach arbeitete sie als Lehrerin und Kindergärtnerin. Ihr erster Roman erschien 1982. Ständigen Repressalien ausgesetzt, verließ sie ihre Heimat 1987 und kam nach Berlin.
In ihren Werken kehren stets Themen wie die Erinnerungen an ihr Dorf, die Erfahrungen der Menschen mit der Diktatur, Unterdrückung, Verfolgung und Heimatlosigkeit wieder.
Folgende Romane von Herta Müller können Sie in der Bayerischen Blindenhörbücherei als Daisybuch ausleihen:
„Der Fuchs war damals schon der Jäger“ (Titelnummer B 14814)
„Herztier“ (Titelnummer B 14815)
„Heute wär ich mir lieber nicht begegnet“ (Titelnummer B 14813)
„Der König verneigt sich und tötet“ (Titelnummer R 14812)
„Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt“ (Titelnummer B 6454; dieser Titel steht als CD wie auch als CC zur Verfügung)
Ihr neues, soeben erschienenes Werk „Atemschaukel“ wird derzeit in der Bayerischen Blindenhörbücherei produziert.